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Recruiting ohne Erfolgsprovision: warum Sie als KMU mit transparentem RPO besser fahren

Zwei Personen im ruhigen Gespräch an einem Tisch

Eine offene Stelle kostet Geld. Jeden Tag, an dem sie unbesetzt bleibt, und am Ende auch bei der Besetzung selbst. Viele Inhaber und Geschäftsführer von KMU kennen den Reflex: Man ruft einen Personalvermittler an, dieser findet jemanden, und die Rechnung folgt. Was auf dieser Rechnung steht, überrascht dann oft. Eine Erfolgsprovision von 20 bis 25 Prozent des Jahreslohns klingt nach einem fairen Anteil. In Franken ist es das selten.

In diesem Beitrag erklären wir, wie die klassische Vermittlungsprovision rechnet, warum sie für KMU teuer ist und wie ein transparentes Modell nach Stundenaufwand funktioniert. Ohne Verkaufsdruck. Einfach die Zahlen, damit Sie selbst entscheiden können.

Was eine Erfolgsprovision wirklich kostet

In der Schweiz verlangen klassische Personalvermittler und Headhunter meist zwischen 20 und 30 Prozent des Bruttojahreslohns der besetzten Stelle. Bei spezialisierten Suchen liegen die Ansätze teils noch höher. Berechnet wird die Provision in der Regel auf dem ersten Bruttojahreslohn, oft inklusive Bonus und weiterer Lohnbestandteile.

Rechnen wir das durch. Stellen Sie eine Fachkraft mit einem Jahreslohn von CHF 100000 an:

  • Bei 20 Prozent Provision: CHF 20000
  • Bei 25 Prozent Provision: CHF 25000
  • Bei 30 Prozent Provision: CHF 30000

Das ist der Preis für eine einzige Anstellung. Bei einem Kaderlohn von CHF 150000 reden wir bereits von CHF 30000 bis 45000. Und das Geld ist fällig, sobald die Person den Vertrag unterschreibt. Was danach passiert, ob die Einarbeitung gelingt oder die Person bleibt, liegt nicht mehr im Risiko des Vermittlers.

Der entscheidende Punkt: Die Provision hängt am Lohn, nicht am Aufwand. Eine gut bezahlte Stelle ist für den Vermittler nicht zwingend schwieriger zu besetzen als eine schlecht bezahlte. Trotzdem zahlen Sie bei der gut bezahlten Stelle deutlich mehr. Sie bezahlen also nicht die Leistung, sondern das Salär.

Warum das Provisionsmodell falsche Anreize setzt

Ein erfolgsbasiertes Modell klingt zunächst kundenfreundlich. Kein Erfolg, keine Kosten. Doch bei genauem Hinsehen entstehen Anreize, die nicht in Ihrem Interesse liegen.

Schnelligkeit vor Passung. Wenn die Bezahlung nur beim Abschluss fliesst, lohnt sich Tempo. Das führt dazu, dass Kandidatinnen und Kandidaten schnell platziert werden, auch wenn die langfristige Passung nicht ideal ist. Eine Fehlbesetzung ist für Sie teuer. Studien aus dem deutschsprachigen Raum schätzen die Gesamtkosten einer Fehlbesetzung je nach Funktion auf ein Mehrfaches des Jahreslohns. Genau berechnen lässt sich das selten, aber teuer ist es immer.

Teure Kandidaten sind attraktiver. Da die Provision am Lohn hängt, hat der Vermittler ein Interesse an einem möglichst hohen Salär. Das kann subtil die Lohnverhandlung beeinflussen, und zwar nicht in Richtung Ihres Budgets.

Mehrfachplatzierung. Manche Vermittler schlagen denselben starken Kandidaten mehreren Firmen gleichzeitig vor. Wer zuerst zuschlägt, zahlt. Das erhöht den Druck auf Sie, schnell zu entscheiden, statt sorgfältig zu prüfen.

Keiner dieser Punkte bedeutet, dass Personalvermittler unseriös arbeiten. Es bedeutet nur, dass das Provisionsmodell Anreize schafft, die nicht automatisch zu Ihrer besten Anstellung führen. Transparenz entsteht erst, wenn Aufwand und Bezahlung zusammenpassen.

Recruiting nach Stundenaufwand: das transparente Modell

Die Alternative ist einfach. Statt eines Prozentsatzes vom Lohn bezahlen Sie die tatsächlich geleistete Arbeit. Recruiting nach Stundenaufwand bedeutet: Wir suchen, sichten, führen Gespräche und begleiten den Prozess, und Sie sehen genau, wofür Sie bezahlen.

Bei clever hr arbeiten wir im Recruiting zu CHF 175 pro Stunde, ohne Erfolgsprovision. Was das in der Praxis bedeutet, zeigt ein einfacher Vergleich für unsere Beispielstelle mit CHF 100000 Jahreslohn:

  • Klassische Vermittlung, 25 Prozent: CHF 25000
  • Recruiting nach Aufwand, angenommen 40 bis 60 Stunden für eine vollständige Suche: rund CHF 7000 bis 10500

Der genaue Aufwand hängt von der Stelle ab. Eine schwer zu findende Spezialistin braucht mehr Stunden als eine breit gesuchte Funktion. Aber selbst bei aufwendigen Mandaten bleibt der Betrag in der Regel deutlich unter einer prozentualen Provision. Und das Entscheidende: Sie sehen vorab, womit Sie rechnen müssen.

Diese Planbarkeit ist für ein KMU mit 20 bis 100 Mitarbeitenden bares Geld wert. Sie budgetieren eine Anstellung wie jedes andere Projekt, nicht als unbekannten Prozentsatz, der erst am Schluss feststeht. Mehr zu unseren Recruiting-Leistungen finden Sie auf der Seite Leistungen, und die konkreten Ansätze stehen offen auf der Seite Preise.

Was ist RPO und wann lohnt es sich

RPO steht für Recruitment Process Outsourcing. Sie lagern einen Teil oder den gesamten Rekrutierungsprozess an einen externen Partner aus, der wie eine verlängerte HR-Abteilung arbeitet. Das reicht von der Stellenplanung über die Ausschreibung und das Active Sourcing bis zur Vorauswahl, den Interviews und der Begleitung bis zum Onboarding.

Wann lohnt sich RPO für ein KMU?

  • Wenn Sie kein eigenes HR haben oder Ihr HR überlastet ist.
  • Wenn Sie mehrere Stellen gleichzeitig oder über das Jahr verteilt besetzen.
  • Wenn Sie Recruiting-Know-how nutzen wollen, ohne intern eine ganze Stelle dafür aufzubauen.

Der Unterschied zur klassischen Vermittlung liegt im Modell. RPO nach Stundenaufwand bezahlt den Prozess, nicht den Kopf. Sie behalten die Kontrolle über Ihre Marke, Ihre Ansprache und Ihre Entscheidungen. Der Partner bringt Struktur, Werkzeuge und Geschwindigkeit. Bei clever hr arbeiten zudem KI-gestützte Prozesse im Hintergrund, die Sichtung und Ansprache schneller und damit günstiger machen. Ihre Daten bleiben dabei in der Schweiz.

Active Sourcing: nicht warten, sondern ansprechen

Ein zentraler Baustein modernen Recruitings ist Active Sourcing. Der Begriff bedeutet schlicht, dass man passende Personen aktiv anspricht, statt nur auf Bewerbungen zu warten.

Der Hintergrund: Die besten Fachkräfte suchen oft gar nicht aktiv. Sie haben einen Job und sind grundsätzlich zufrieden. Eine klassische Stellenausschreibung erreicht diese Menschen nicht. Active Sourcing schon. Über berufliche Netzwerke und gezielte Direktansprache kommt man mit Personen ins Gespräch, die auf eine Anzeige nie reagiert hätten.

Für KMU ist das besonders wertvoll. In vielen Branchen ist der Markt leergefegt, und wer nur ausschreibt, sieht nur einen Bruchteil der möglichen Kandidatinnen und Kandidaten. Active Sourcing erweitert den Kreis. Es braucht Zeit und Sorgfalt, und genau deshalb passt es gut zu einem Modell nach Stundenaufwand: Der Aufwand für die aktive Suche wird sichtbar und fair verrechnet, statt in einer Pauschalprovision zu verschwinden.

Der rechtliche Rahmen in der Schweiz

Ein Wort zur Rechtslage, weil hier viel Verwirrung herrscht. Die private Arbeitsvermittlung in der Schweiz ist im Arbeitsvermittlungsgesetz geregelt, kurz AVG. Wer gewerbsmässig und gegen Entgelt Stellensuchende und Arbeitgeber zusammenbringt, braucht eine kantonale Bewilligung. Bei grenzüberschreitender Vermittlung kommt eine Bewilligung des SECO hinzu.

Wichtig für das Thema Provision: Das Gesetz begrenzt vor allem die Gebühren, die einem Stellensuchenden verrechnet werden dürfen. Die Verordnung dazu, die GebV-AVG, setzt hier klare Obergrenzen zum Schutz der Arbeitnehmenden. Die Provision hingegen, die der Arbeitgeber zahlt, ist gesetzlich nicht in dieser Form gedeckelt. Sie ist Verhandlungssache. Genau deshalb variieren die Ansätze am Markt so stark, und genau deshalb lohnt es sich, das Modell zu hinterfragen, bevor Sie unterschreiben.

Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die massgebenden Texte sind das AVG und die zugehörigen Verordnungen, einsehbar über die Bundesbehörden.

So entscheiden Sie als KMU

Stellen Sie sich vor jeder Beauftragung drei Fragen:

  • Bezahle ich Leistung oder Salär? Eine Provision am Lohn belohnt nicht zwingend die bessere Suche.
  • Kenne ich die Kosten vorher? Ein Stundenmodell ist planbar, eine Provision oft erst am Schluss klar.
  • Wer trägt das Risiko der Passung? Ein guter Partner denkt über die Anstellung hinaus, nicht nur bis zur Unterschrift.

Recruiting muss nicht teuer und nicht intransparent sein. Mit einem Modell nach Stundenaufwand wissen Sie, wofür Sie zahlen, und Sie behalten die Kontrolle über Ihre Anstellungen. Wenn Sie wissen möchten, wie ein konkretes Mandat für Ihr Unternehmen aussehen könnte, sprechen Sie mit uns über die Seite Kontakt. Wir rechnen Ihnen den Aufwand vorab durch, transparent und ohne Erfolgsprovision.

Häufige Fragen

Wie viel Provision verlangt ein Personalvermittler in der Schweiz?

Klassische Personalvermittler und Headhunter verlangen in der Schweiz meist zwischen 20 und 30 Prozent des Bruttojahreslohns der besetzten Stelle, bei spezialisierten Suchen teils mehr. Bei einem Jahreslohn von CHF 100000 sind das 20000 bis 30000 Franken pro Anstellung. Die Provision wird in der Regel auf dem ersten Bruttojahreslohn berechnet und ist fällig, sobald die Person den Vertrag unterschreibt.

Was bedeutet Recruiting ohne Erfolgsprovision?

Statt eines Prozentsatzes vom Jahreslohn bezahlen Sie nur die tatsächlich geleistete Arbeit, also den Stundenaufwand für Suche, Sichtung, Gespräche und Begleitung. Bei clever hr arbeiten wir im Recruiting zu CHF 175 pro Stunde ohne Erfolgsprovision. Die Kosten sind dadurch planbar und meist deutlich tiefer als eine prozentuale Provision.

Was ist RPO und eignet es sich für KMU?

RPO steht für Recruitment Process Outsourcing. Sie lagern einen Teil oder den ganzen Rekrutierungsprozess an einen externen Partner aus, der wie eine verlängerte HR-Abteilung arbeitet. Für KMU lohnt sich das besonders, wenn kein eigenes HR vorhanden oder dieses überlastet ist, oder wenn mehrere Stellen über das Jahr besetzt werden.

Was ist Active Sourcing?

Active Sourcing bedeutet, dass passende Personen aktiv und direkt angesprochen werden, statt nur auf Bewerbungen zu warten. So erreicht man auch Fachkräfte, die nicht aktiv suchen, aber für das richtige Angebot offen wären. Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel erweitert das den Kreis möglicher Kandidatinnen und Kandidaten deutlich.

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